Hauptgericht
Sauerbraten auf schwäbische Art
oder: Sauerbrota
Sechs Tage in Rotwein und Essig, dann eine halbe Stunde im Schnellkochtopf — und die Soße entsteht aus dem Einlegesud. Wer den Sud wegschüttet, hat den halben Braten weggeschüttet. Ab dem Sauerrahm darf nichts mehr kochen, sonst gerinnt die Soße.
- 1
Das Fleisch in eine verschließbare Schüssel legen, mit Rotwein und Essig übergießen, die grob geschnittenen Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und den Deckel schließen. Das Fleisch muss vollständig bedeckt sein, sonst schimmelt es an der Luftseite. Statt der Schüssel geht auch ein Beutel, wenn er wirklich dicht ist.
- 2
Die Schüssel in den Kühlschrank stellen und ab und zu schütteln.
- 3
Das Fleisch aus dem Sud heben, abtropfen lassen und gründlich trocken tupfen. Nasses Fleisch brät nicht an, es dünstet. Den Sud aufheben, er ist die Grundlage der Soße.
- 4
Im Schnellkochtopf das Öl erhitzen und den Braten von allen Seiten dunkel anbraten. Das Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten und mit dem Einlegesud ablöschen.
- 5
Den Topf verschließen und erhitzen, bis der zweite Ring des Deckelventils sichtbar ist, und ihn 30 Minuten dort halten. Dann vom Herd nehmen, abkühlen lassen und erst öffnen, wenn er drucklos ist.
- 6
Das Fleisch herausnehmen, Bratenjus und Rahmsoßenpulver in den Sud rühren und glatt schlagen, dann Sauerrahm und Sahne einrühren und abschmecken. Ab jetzt darf die Soße nicht mehr kochen.
- 7
Die Soße durch ein Sieb in einen Topf gießen. Zwiebeln und Gewürze bleiben im Sieb zurück.
- 8
Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden, in die Soße legen und darin erwärmen, ohne sie kochen zu lassen. Dazu gibt es Spätzle und Kartoffelsalat.
Wenn's pressiert: an eiglegte Sauerbrota gibt's beim Metzger vom Verdraua — aber lass dr da Sud mitgeba, sonschd hosch koi Soß.
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