Eintopf
Gaisburger Marsch
oder: Rindfleischeintopf mit Spätzle
Rindfleisch, Spätzle, Kartoffeln — und eine Brühe, die zweieinhalb Stunden braucht. Der Gaisburger Marsch ist kein Resteessen, sondern ein Eintopf mit drei Baustellen: Brühe, Spätzle, Röstzwiebeln. Alle drei kommen erst im Teller zusammen.
- 1
Fleisch und Markknochen in 3 l kaltem Wasser aufsetzen und langsam zum Kochen bringen. Den grauen Schaum abschöpfen, solange sich welcher bildet — davon hängt ab, ob die Brühe klar wird.
- 2
Die Zwiebelhälften mit der Schnittfläche nach unten in einer trockenen Pfanne dunkel rösten. Zusammen mit Suppengrün, Lorbeer, Pfefferkörnern, Nelken und Salz in den Topf geben und zweieinhalb Stunden bei kleinster Hitze ziehen lassen. Es darf nur ab und zu eine Blase aufsteigen — sprudelndes Kochen macht die Brühe trüb und das Fleisch trocken.
- 3
Fleisch herausnehmen und zugedeckt beiseitestellen. Brühe durch ein feines Sieb gießen, Gemüse und Knochen wegwerfen, das Mark aber aufheben. Fett von der Oberfläche abschöpfen.
- 4
Nach dem Grundrezept arbeiten, hier mit der kleineren Menge: Mehl, Eier, Salz und Wasser schlagen, bis der Teig Blasen wirft, zwanzig Minuten ruhen lassen und portionsweise ins siedende Salzwasser schaben. Herausheben, sobald sie oben schwimmen, und kalt abschrecken.
- 5
Kartoffeln und Karotten in gleich große Würfel schneiden, Lauch in Ringe. Kartoffeln und Karotten in 1,5 l der Brühe zwölf Minuten kochen, den Lauch erst die letzten vier Minuten dazugeben — er soll noch Biss haben.
- 6
Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden, das Mark aus den Knochen lösen und in die heiße Brühe rühren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, zum Schluss die Butter einschwenken.
- 7
Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in Butterschmalz bei mittlerer Hitze zehn Minuten goldbraun rösten. Nicht dunkler werden lassen, sonst wird es bitter.
- 8
Spätzle und Fleisch in tiefe Teller verteilen und die heiße Brühe mit dem Gemüse darübergeben. Röstzwiebeln und Schnittlauch obendrauf. Die Spätzle kommen erst im Teller dazu — im Topf saugen sie sich voll und die Brühe wird trüb.
D'Brüah am Dag vorher macha. Über Nacht kalt schdella, na kannsch's Fett obadrom abheba — ond schmecka duat se au bessr.
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